Natur-Erlebnis-Schulhof Benediktbeuern
Adresse
Natur-Erlebnis-Schulhof Benediktbeuern
Ludlmühlstr. 17
823671 Benediktbeuern
- Baujahr 2007
- Größe 2750 m²
- Kosten pro m²: ca. 13 Euro
Projektleitung
Dipl.-Ing. Dorothee Dernbach (Büdingen), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)
Projektkoordination
Ursula Kirsch (Rektorin), Theo Huber, Michaela Oeller, Michaela Peise, Sabine Sziedat, Gertraud Bacher, Claudia Bibinger, Robert Hohenleitner, Uschi Kohlhoff, Margarete Steffens, Franz Sindelhauser - alle Benediktbeuern
Pflanzenplanung
Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)
Besonderheit
Wasserspielgelände mit zwei Inseln, Kletterfelsenwand, Arena und Trockenmauern aus Recycling-Beto
- Wildstaudenarten 100
- Blumenzwiebelarten 30
- Sträucherarten 35
Hier stand der Wunsch nach einem veränderten, kindgerechten Schulhof schon ewig auf der Liste. Doch die Finanzsituation war schwierig und deswegen sammelte der Elternbeirat über Jahre Geld für das Projekt, zuletzt waren es rund 35.000 Euro. Der Schulverband gab auch noch etwas dazu, und so konnte der 1. Bauabschnitt im Herbst 2007 nach nur 11 Bautagen vollendet werden. Herausgekommen ist eine kreative Landschaft mit Höhen (Burgberg) und Tiefen (Wasserspielgelände), das von den Schülern mit Begeisterung angenommen wird und den üblichen Pausenstress und Frust entspannen hilft. Aus ehemaligen, große Zeit des Jahres unbenutzbar-matschigen Rasenflächen wurde ein Natur-Erlebnis-Gelände. Mangels Geld wurden fast ausschließlich Recyclingsteine verbaut, was viele Besucher erstaunen ließ: "Ich hätte gar nicht gedacht, dass man mit alten Betonsteinen so schön bauen kann". Dank an dieser Stelle an den unermüdlichen Elternbeirat, der nie aufgab, es durch alle Durst- und Fruststrecken geschafft hat und stolz sein darf auf das Ergebnis.
Es gibt wirklich hervorragende Bauhöfe, Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzende mit Herz für Kinder. Die beiden Michis vom Benediktbeuerner Bauhof schafften unermüdlich Kies aus dem Lainbach in den Schulhof. Der entspringt am Fuß der Benediktenwand, woran wohl so mancher schon entlang wanderte. Denken Sie doch beim nächsten Mal auf dem Weg zur Tutzinger Hütte an den Weg zu diesem Schulhof. Auch er war beschwerlich, mühsam und zeitraubend, mit Millionen Jahre altem Kies als Basis...
Vorher ein von Schülern überlaufener Mini-Berglein und jede Menge Rasen, der bei etwas Regen schon unbenutzbar wurde. (Etwas Regen hat es hier schon - oft). Und hinterher eine fantastische Spiel- und Bewegungslandschaft. Den meisten Schülern hat´s Bauen Spaß gemacht, sehr sogar. Aber nicht allen Eltern, die sich um die Pisa-Leistungen ihrer armen Kinder sorgten, deshalb Schlecht-Wetter machten und Steine in den Weg legten. Liebe Eltern, schreiben Sie sich dies für immer ins Stammbuch: Diese Art Lernen bringt bessere Pisa-Ergebnisse. Nur wer Hand anlegt, denkt wirklich ganzheitlich. Und nur wer eine entspannte Pause genießt, lernt besser. Gottlob sind jene Steine-in-den-Weg-Leger, Meckerer und Verhinderer bei solchen Projekten in der Minderheit... Im Buch Natur-Erlebnis-Räume haben Manfred Pappler und ich ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet: Killer-Argumente. Doch Killer sind in einer demokratischen Gesellschaft nicht gefragt.
Frisch gebaut
Wer Mitte Oktober baut, braucht keine Wunder zu erwarten. Es wächst nichts mehr. Dennoch, der Blick aufs Gelände lohnt, das vorher eintönig rasenhaft war und sich jetzt bewegt und lebt, ein Stück Landschaft wie die wunderbare Landschaft drumherum. Wir sehen vom Burgberg ins Wasserspielgelände und wieder zurück. Nächstes Jahr sehen auch Sie mehr: Natur!





