Die zweite Region wird naturnah

5 x naturnah auf einen Schlag

Projektkoordination Renate Haberacker, LRA Roth
Planung, Bauleitung und Pflegebegleitung
Reinhard Witt, Ottenhofen
Baujahr
2015
Gemeinden
Abenberg, Nürnberg, Hilpoltstein, Roth, Schwabach
Gesamtfläche
4173 m²
Standorte
18
Wildstauden
3327
Wildblumenmischungen
26

 

Das Mittelfranken-Projekt

Blumenwiesen-VerBunt

Nach dem supererfolgreichen Allgäuprojekt begehrte Mittelfranken auf. Bzw. nach Wildblumen. Unter Regie von Renate Haberacker vom Landratsamt Roth fanden sich fünf Kommunen.  Sie repräsentieren die Region der Sandachse Franken, sehr spezielle Standorte für sehr spezielle Arten. Auf einen Schlag konnten im April 2015 18 Straßenstandorte mit 26 unterschiedlichen Mischungen und sage und schreibe 3327 gepflanzten Wildstauden bewältigt werden. Gemessen über die fünf Projektpartner macht das eine beachtliche Fläche von 4173 m² aus. Als einer der ersten Schmetterlinge an den neuen Flächen wurden in der Demogemeinde Schwabach Schachbrettfalter gesehen, eine kleine Sensation.

Abenberg brachte u.a. diese künftige Wildblumensaumfläche ein, direkt an der historischen Friedhofsmauer.
Hiltpoltstein wollte nicht nur diese Rasenfläche in eine Original-Wildblumenwiese umwandeln.
Nürnberg möchte hier einen regionstypischen Sandmagerrasen statt ödem Rasenschnittgrün.
Roth stellt sich ebenfalls bunte Blumenwiesen vor.
Schwabach hatte als Pilotgemeinde besonders viel vor. Hier ein Blick auf eine von sechs Flächem beim den Verkehrskreisel im Westen, die bunt werden dürfen.
Die Vegetationstechnik kennen wir schon vom Allgäuprojekt und vom Naturgartenbaubuch: Kompost mit dem Krail einarbeiten, hier in einen unkrautfreien Unterboden.

10 Wochen später

Gerade 10 Wochen später sind alle hellauf begeistert. Wie schnell das geht, mit naturnah! Wie schön das schon blüht! Wie gut es aussieht? Und wieviel noch kommen wird! Sehen Sie selbst. 

Unkrautfrei? Nun ja, nicht ganz, also müssen wir 10 Wochen später gehörig jäten. Doch das ist gut machbar und schadet der superschön gekeimten Wildblumenmischung nicht.
Weiter vorne war der Unterboden tatsächlich nahezu unkrautlos. Die gesäten Wildblumen machen schon ein fantastisches Bild. Autofahrer staunen beim Vorbeifahren, es gibt erste Auffahrunfälle. Wer hätte das gedacht?
Nicht anders die 6 Flächen vom Verkehrskreisel Schwabach-West. Wir staunen über die Vielfalt der Natur und fragen uns: Warum erst jetzt so schön artenreich und heimisch? Warum erst jetzt Nektar für den Schachbrettfalter, der uns hier begegnet? FallS Sie auch auf der anderen Straßenseite EIne Filmkamera sehen, leiden Sie nicht an Halluzinationen. Der Naturgarten e.V. dreht gerde einen You-Tube-Streifen über naturnahes öffentliches Grün. Ab Anfang 2016 auf der Webseite.