Mein erster biozertifizierter Privatgarten

Baujahr 2010
Größe 1500 m²
2000 gepflanzte Stauden in 118 Arten
20 gesäte Staudenarten
7 gesäte Blumenwiesen und Säume
119 Gehölze in 25 Arten
14 naturnahe Rosen
3000 Zwiebeln in 85 Arten
Dieses noch junge Projekt aus dem Jahr 2010 zeigt allein über seine besondere Größe (1500m²) Wirkung und die besondere Lage im Bachgrund. Der Garten liegt an einer stark befahrenen Durchgangsstraße und  ruht dennoch oasenhaft in sich. Von der großen Terrasse zieht der Blick südwärts über ein abfallendes Gelände, dessen größter Reiz der natürliche Bachlauf ist, der sich um eine Kinderspielinsel schlängelt. Darüber gelangt man (auch als Erwachsener) nur über Sprungsteine. Unterhalb der Terrasse liegen wunderbare Rosen- und Duftpflanzenbeete, weiter weg Wildblumensäume, Blumenrasen und Wiesen. Auch Gemüse, Beerenobst und Spalierbäume gedeihen hier. Auf der schattigen Nordseite allerlei Wildblumen- und Sträucherstandorte, jeder für sich attraktiv, jeder anders. Noch etwas Besonderes zeichnet den Garten aus. Rund 50 to gebrauchte Betonbrocken wurden in die Bachuferböschungen und verschiedensten Trockenmauern aus Kalkstein eingearbeitet. Der Bau war ein inspirierendes zweiwöchiges Gemeinschaftswerk der ganzen Familie, von Naturgarten-Profi-Praktikanten und mir. Die Familie hat ein Gartenfotobuch angelegt, das Besuchern die unglaubliche Lebensfülle dieses Stückchen Erdes vorführt. Zahlreiche Vögel wie Silberreiher, Buchfink, Zaunkönig bis hin zum Eisvogel finden sich, unzählige Käfer, Schmetterlinge, Frösche, Kröten, Fische, Schnecken und Muscheln.  Die Wasserpflanzen entführende Bisamratte geriet vor die normale Kamera, Igel und Marder wurde mit einer Fotofalle dokumentiert. Dieses Projekt ist der erste bio-zertifizierte Privatgarten Deutschlands.

 

 

Bauphase

Eine naturbegeisterte Familie. Ein spezielles Grundstück. Naturgarten-Profi-Praktikanten. 50 to Bauschutt und heimische Natursteine. Wildpflanzen ohne Ende. Und jede Menge Spaß. Schon beim Bauen.

Die Riesenchance. 1500 m² Grundstück am Bach. Aber der Bach liegt 1,5 m tiefer!
Aufräumaktion. Modellierung im ausgehenden Winter. Verunkrautetes Erdreich kommt weg, Grobstrukturen entstehen.
Zerstörungsphase beendet, aber soll das ein Garten werden? Wers glaubt...oder wer glaubts?
Zwei Bagger, ein Radlader, vier Naturgarten-Profi-Praktikanten. Wir arbeiten konzentriert. Der Gartenbau braucht nur 2 Wochen und 2 Tage
Die Insel entsteht. Im Vordergrund Recycling-Betonbrocken als Randbegrenzung. Und gegen Hochwassser!
Mauerbau kreativ. Aus unterschiedlichsten Materialien entstehen fantasievolle Begrenzungen.
Trockenmauerbau für den Regenwasser-Zulauf zum Brunnentrog.
Das obere Rosenbeet hinter der Terrasse ist fertig bepflanzt und reich besät. Sieht nach nichts aus! Warten Sie es ab!
Kreative Mauern aus allem, was so da ist... Rosenbeetterrasse von der Seite.
Fleißig bespielte Bachinsel mit Blick auf die drei Rosenterrassen. Wären wir doch wieder Kind!
Herbstbild. Es zeigt, dass dass die Kreativität nicht vorm Gemüse- und Obstgarten stehen blieb. All dies von den Gartenbesitzern eigenhändig erspürt und gebaut.

Die Entwicklung im 2. Jahr

Dieses Jahr ist schon fantastisch schön. Wir staunen - alle - über die Vielfalt des Lebens.

Ein Jahr später. Es wird, es wird. Die Ansaaten zeigen ihre Pioniere. Überall sprießt und wächst es. Wir sind gespannt.
Der Blick von der Terasse wird blumig.
Lauch und Salbei wetteifern miteinander.
Nelkenleimkraut bringt einen Rosaschleier.

Die Entwicklung im 3. Jahr

Ist es mein schönster Naturgarten? Wahr ist, dass in diesem Garten schöpferische Vollkommenheit steckt. Es gibt derart viel zu sehen, zu entdecken, mit den Jahrenzeiten, mit den Jahren. Diese Bilder können das nicht im Ansatz wiedergeben.

Das Frühjahr beginnt mit einem Paukenschlag der Farbenspiele der Schattenbeete.
Die Insel im Bachlauf, wir wollen da rüber!
Der Wildblumensaum am Weidenzaun blüht.
Eine der bewährstesten und schönsten Wildblumenwiesenmischungen tut ihre Pflicht.
Duftwächter Schwarzer Geißklee am Terrassenaufgang.
Das obere Rosenbeet mit Blauem Lein.
Die drei Rosenbeete in Harmonie.
Der hohe Ökotyp der Karthäusernelke ist immer ein Gewinn.