Unüberschaubar viele...

Wer heimische Wildpflanzen sät oder pflanzt, wird Tiere ernten. Es ist kaum vorstellbar, wie viele Lebewesen das naturnahe Grün als Heimat benötigen. In Gärten und Grünanlagen können wir dazu beitragen. Von jeder Wildpflanze sind im Schnitt 10 Tierarten abhängig. Es werden also unüberschaubar viele Tiere kommen. Und es geht keineswegs darum, sie alle zu kennen. Wichtig ist vielmehr: Dass sie natürlich da sind. Und dass wir die Vorausetzungen für ihre Existenz geschaffen haben. Als bescheidener Beitrag zur Schöpfung.

Den kennt fast jedes Kind, doch so häufig fliegt er gar nicht mehr: Zitronenfalter gehören zu den ungemein beliebte Gästen im Naturgarten. Schaffen Sie doch einen Garten für Schmetterlinge. Das ist nicht schwer. Sie brauchen nur die Nahrungspflanzen für Falter und Raupe, für den Falter beispielsweise Karthäusernelken.
Für die Raupe des Schwalben-schwanzes lohnt sich ein Wildblumenbeet oder ein Stückchen Blumenwiese mit Wilder Möhre und Pastinak. Dann werden auch Sie sich wundern dürfen. Über eine Riesenraupe, aus der ein ebenso grosser wunderschöner Schmetterling wird.
Wo reichlich Schmetterlinge fliegen, sind die ungefährlichen Hummeln nicht weit. Richten Sie ein Hummelparadies ein - mit vielen Wildpflanzen wie der aparten Frühlingsplatterbse.
Die ebenfalls ungefährlichen Wildbienen sind wie Hummeln ausserordentlich nützliche Naturgartenbewohner. Sie befruchten Obstbäume. Hier ist eine Wildbiene mit Pollensammeln beschäftigt.
Naturbeobachtungen wie diese im Morgentau sind Naturgartenbesitzern vertraut. Es ist die Schönheit der Kreatur, die sich hier zeigt. Nehmen wir nur einmal den Blattkäfer auf einer Blume names Ochsenauge.
Ab und zu zeigt sich auch grösseres und eindrucksvolles wie diese Sichelschrecke. Wer hätte gewusst, dass Heuschrecken Pollen fressen? Eine Erkenntnis aus dem NaturErlebnisGarten
Und da hätten wir noch so einen kleinen Wicht wie jenes flügge Rotkehlchen. Wer hätte es nicht gern im Garten? Der beste Weg dazu liegt im Wildpflanzengarten, genannt Naturgarten, genannt NaturErlebnisGarten. Das ist es, was junge Kehlchen lieben, denen noch die Morgenröte am Kinn fehlt.
Und: Sind die Bedingungen günstig, stellen sich sogar solche seltenen Räuber wie Zauneidechsen ein. Man muss dabei einige andere Individuen abschreiben. Etwa die Hufeisen-Azurjungfer, die gerade im Maul des Mini-Dinosauriers verschwindet.