NaturErlebnisKindergarten Oberneuching

 

Adresse

Natur-Erlebnis-Kindergarten Oberneuching
Tassilostr. 3
85467 Oberneuching

Tel: 08123/2525.

  • Baujahr 2003
  • Grösse 2200 m² 
  • Kosten pro m²: 11 Euro

Projektleitung

Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Projektgruppe Garten

Nicoletta Beck, Gaby Böhme, Monika Eberl, Ingrid Gschlössl, Christiane Habertaler, Otto Hainz, Markus Lanzl, Roswitha Neumayr, Beate Tilge (alle Oberneuching)

Pflanzenplanung

Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Besonderheit

Holzskulpturen, Kletterwand aus Naturstein, Vogelnestschaukel aus Silberweiden, Burgberge mit Grafitti-Drachen, Balanzier- und Sprungstämme, Duftpflanzen-Arena, Weidenlabyrinth, Wasserspielgelä

  • Wildstaudenarten 110
  • Blumenzwiebelarten 24
  • Sträucherarten 46

Hier das Rezept zur

Anlage eines extraordinären Natur-Erlebnis-Kindergartens: Man nehme ein durchschnittliches Kiga-Gelände, sozusagen als Backform. Nicht besonders schlecht, aber auch nichts besonderes. Den bestehenden 1400 m² Fläche fügen wir weitere 800 m² dazu, einschließlich eines ausgewachsenen Fichtenwaldes (Hilfe!) mit 20 m hohen Bäumen. Den üblichen Ingredienzen wie Pläne und Visionen aus bestehenden Anlagen und Büchern geben wir zur Gärung und Reifung die Aktionsgruppe Garten hinzu, eine bunte Melange Mütter und Väter incl. der Kindergartenleitung. Man rühre das Ganze gut durcheinander, mische unter ständiger Zugabe weiterer Ideen Bürgermeister, Gemeinderat und den Arbeitskreis Natur und Umwelt (AKNU) ein und hole sich einen qualifizierten Planer und Projektbegleiter. Zur Finanzierung veranstalte man ein Benefizkonzert und gehe hausieren wegen Sachspenden. Und dann packe man an und arbeite nur elf Projekttage - und heraus kommt eine wunderbar kreative Umgestaltung.

So war es in Oberneuching: Eine unglaublich engagierte Elternschaft, ein Bürgermeister, der sich als Künstler endlich einmal ausmalen darf (am Drachen), nahezu kostenlose Baumaschinen und viele Sachspenden brachten diesen Kindergarten im Frühling 2003 auf den Weg. Vieles ist jetzt besonderes da, so etwa die zwei Burgberge mit echt gemauerten Zinnen. Aber ganz neu ist der Umgang mit Fichtenholz. Das, doch eher hinderlich bei der Gestaltung (weil in Form grosser Bäume im Weg stehend), fand neue Verwendungen. Aus drei Fichtenstämmen wurden Holzskulpturen. Und mit einfachsten Mitteln machten wir aus einem Nadelwald einen Erlebnisraum, wo sich die 100 Kinder über mehr als 50 laufende Meter Balanzier- und Schwungbäume bewegen können. Dazu wurden drei Tannen gefällt, andere Bäume als Stammstücke eingegraben. Seile binden und verbinden und dienen zum Turnen und Schaukeln. Und, was es so auch noch nicht gab, eine steile und doch ungefährliche Felsen-Kletterwand für Kids entstand - die erste dieser Art in Deutschland. Da sagen wir ganz einfach mal: Danke! An alle und für alle!

Nachtrag im Juli 2003: Die Jury von "Unser Dorf soll schöner werden" hat dem Natur-Erlebnis-Kindergarten einen Sonderpreis zuerkannt. Wenn das nichts ist! Der Garten - erst im Babyalter - wird ausgezeichnet. Was wohl aus ihm wird, wenn er (mit Pflanzen) erwachsen ist ?

Ein neues Projekt entsteht: planen wir ein wenig mit den Kindern, bauen Modelle, fantasieren, fragen Kiga-Team und Eltern...
Na ja: Es gibt schlechtere Aussenanlagen als diese: Viel Rasengrün, Sand, Bäume, Klettern, Wippen, Sitzen. Was fehlt, ist ein Konzept. Das hier ist alles so zufällig, wie hineingestellt. Es fehlt das Verbindende. Und Natur! Und Erlebnis. Es fehlt

Ja, wir wollen! Das Nachher-Bild ist schon besser. Finden die Kinder auch, die an jenem Tag das erste Mal im Wasser-Spiel-Gelände plantschen und matschen dürfen. Das war der Mai 2003.

Das ist das geschenkte Zusatz-Land: 800 m². Wir notieren: Rasen (schon wieder - uffh) und Wald (wie machen wir denn ausgeholzte bayerische Stangenholzwirtschaft zum Natur-Erlebnis?)
Das wurde draus: Wir sind auf dem richtigen Weg. Im Hintergrund der große Burgberg vor dem Wald. das sollten wir uns mal näher ansehen...l

Statt langweiligem pflegeintensivem Rasen lieber eine richtige Burg. Falsch: Zwei Burgen mit richtig gemauerten Zinnen, verbunden durch einen riesigen zweigeteilten Eschenbaum. Angriffe einzelner sind hier nicht einfach, das gemeinsame Ausruhen aller schon.

Und der Wald...? wurde zum Naturspielplatz. Elendlange Baumstämme müssen balanzierend bewältigt werden, es geht von einem zum anderen, über den anderen....auf einer Art Balanzierpfad. Außerdem wird der Weitsprungmeister gesucht: Wer traut sich?

Das ist deutschlandweit Premiere: Eine echte Klettermauer, ganz aus Natur(Stein), kindgerecht gebaut im Natur-Erlebnis-Kindergarten. Das Sich-trauen ist mehr als ein mutiger Sprung: Mit jedem Sprung (und erst mal dem Alleine-Hochklettern) wagen sich Kinder ein Stücklein weiter in die große Welt. Und die ist nun mal sprunghaft und unsicher. Da tut man gut daran, wenn man bereits Mut hat und körperlich fit ist. Ach so, fast vergessen: Das macht ja auch noch Spaß!



Es waren einmal......drei niedliche kleine Fichten. Sie lebten vor einem Haus als Hecke. Doch die Zeit hatte sie groß und häßlich und das Haus schattig gemacht. Da kam ein Zauberer daher und erkannte, dass in den dreien verwunschen Figuren steckten. Er nahm seinen Zauberstab mit der Sägekette vornedran und - hokus, pokus, fidibus - befreite er die drei Weltenbürger aus dem Holz. Und siehe da. Es zeigte sich ein uralter Indianer namens Tecumseh, der dem oberbayerischen Dorf viel Weitsicht über fremde Kulturen bringen konnte. Daneben erwuchs Ula, der Aborigine, geboren aus altem Holz. Was uns fehlte, wäre noch unsere A-guate, die nette kleine Schwarze von nebenan. Wir danken dem Zauberer sehr, der in märchenhaften Momenten gelegentlich unter dem Pseudonym Rudi Weissbacher auftritt.

 

 

110. Hilfe Polizei! Ein Grafitti-Sprayer war im Kindergarten. Doch der Notruf hülfe nichts. Nur die Nachfrage beim Bürgermeister täte helfen: Denn der war's selbst. Sein erstes Grafitti machte aus einem grauen Drachen ein zwar gefährliches, irgendwie aber auch liebenswertes Ungeheurer. Wer wagte sich da nicht ins Maul des Urgetüms, das doch in Wirklichkeit nur der Eingang durch die Kriechröhre unter dem mit Kalkstein-Trockenmauern errichteten Burgberg ist? Wie Wirklichkeit täuschen kann.

So groß erscheint sie uns eigentlich gar, die eingetiefte Sitzarena vorm Duftpflanzenhügel. Und doch: Es passen genau 100 Kinder rein - alle vier Gruppen. Das glauben Sie nicht? Dann zählen Sie doch selber nach...
Natur-Erlebnis-Kindergarten darf man wörtlich nehmen. Es tut sich plötzlich was! Die Kids finden alle möglichenTiere und tragen sie stolz durch die Gegend. Sie lernen beobachten, anfassen, trauen sich, erwerben nebenbei aber auch Achtung vor de

Behaupten Sie lieber nicht, dass auf reinem Kies nichts wachse. 10 Wochen nach der Einsaat blüht uns diese Magerwiese wundervoll - trotzdem.

 

Mit ein wenig Knowhow schafft das jeder. Notfalls sogar im eigenen Garten.

 

So blühend-bunt kann ein Kindergarten an. Verzeihung: Könnte! Denn viele sind nicht so. Da gibt es fast nur eine Farbe: rasensträucherbaumgrün.

Genießen wir den Augenblick des Seins. Einjähriges Silberblatt erblüht inmitten Prächtiger Königskerzen, die ihrerseits bald blühen. Farbmalereien mit Wildpflanzen. Vergessen wir dabei nicht den Ort des Geschehens. 100 Kinder im Garten umspielen uns - und die Pflanzen. Könnte es schöner sein?

Erinnern wir uns noch an die Bauzeit? Daran, dass dies mal eine ganz normale Außenanlage war? Kaum noch! Wir tauchen den Sommer in eine Landschaft voller Blüten. Ein echter Natur-Erlebnis-Raum.

"Der Drache im Blumenmeer." Könnte so nicht der Titel eines Märchens lauten? Doch es ist kein Märchen, denn, vergessen wir nicht, das ist der tägliche Spielplatz von 100 Kindern. Wir sehen es den Blumen beileibe nicht an.