NaturErlebnisSchulhof Abensberg

Adresse

Natur-Erlebnis-Schulhof der Aventinus-Grundschule
Römerstr. 2
93226 Abensberg

Tel. 09443/491
Fax: 09443/6241

  • Baujahr 1999
  • Grösse 2000 m²
  • Kosten pro m² 40 Euro

Projektleitung

Dipl. Ing. Harry Hillebrand-Göttl (Regensburg), Josef Huber (Abensberg), Klaus Hübner (Hilpoltstein), Victor Olenberg /Abensberg), Manfred Pappler (Gunzenhausen), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Pflanzenplanung

Dipl. Ing. Harry Hillebrand-Göttl (Regensburg), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Besonderheit

Weidenkonstruktionen, Schiffsbaumhaus, Irrgarten, Kunstobje

  • Wildstaudenarten 110
  • Sträucher und Baumarten 75
  • davon Wildrosenarten 15
  • Alte Gartenrosen 14 

Abensberg ist eine 12000 Einwohner

zählende Kleinstadt südlich Regensburgs. Es ist das typische Beispiel einer innerstädtischen Schule mit sehr beengten Verhältnissen. Auf etwa 2000 m² müssen 470 Grundschüler ihre Pause verbringen, teils zusammen mit der benachbarten Hauptschule. Der ursprüngliche Pausenhof bot das übliche Bild: größtenteils betoniert. 1999 wurden 1000 m² Asphalt entsiegelt und in Natur-Erlebnis-Räume umgewandelt. Weitere 1000 m² bestehende Grünanlage wertete man zu einem attraktiven Spiel- und Erlebnisgelände auf. Unter großem Engagement von Bevölkerung und Schule wurde das Außengelände in einer Rekordbauzeit von nur 3 Wochen fertiggestellt. Eine Woche davon halfen in einem Fortbildungslehrgang der Akademie für Lehrerfortbildung 35 Lehrer und Freiwillige aus ganz Deutschland mit. Der Rest wurde in Eigeninitiative von Schule und Eltern gebaut. Abensberg ist ein Paradebeispiel, wie ein solches Projekt in der breiten Bevölkerung verankert werden kann. Als Kooperationspartner wirkten unter anderem mit: Naturgarten e.V., Landesbund für Vogelschutz, Jugendgruppe des Bund Naturschutz, Obst- und Gartenbauverein oder das Berufsbildungswerk St. Franziskus. Durch aktives Spendensammeln bei Firmen und Verbänden konnten einschließlich der Materialspenden etwa 23.000 Euro gesammelt werden, so daß trotz anspruchsvollster Gestaltung im ersten Bauabschnitt nur 91.000 Euro verbaut wurden. Damit wurde eine Wertsteigerung des Geländes auf schätzungsweise 380.000 Euro erreicht, auf mehr als das Vierfache. Bei diesem Natur-Erlebnis-Schulhof war der künstlerische Anspruch besonders hoch. Der Schulhof sollte eine Weltreise mit verschiedenen Stationen versinnbildlichen. So geht es von den ägyptischen Pharaonen (Fahrradhalle mit Wildblumendach) über römisches Freilufttheater und chinesischen Turm bis hin zum Wikingerschiff. Die fremdländischen Eindrücke wirkten sich allerdings nicht auf die Bepflanzung aus - mit Ausnahme einiger Bambus am chinesischen Turm. Das Gelände ist sehr intensiv gestaltet. Es gibt außerdem einen mittelalterlichen Burgberg mit Brücke, die Waldschlucht mit Hohlweg und Schattenpflanzen. Der Klettergarten aus Felsbrocken dient zum Austoben, Weidenzelt oder Heckenlabyrinth zum Verstecken und Zurückziehen. Besonderer Schwerpunkt lag auf der künstlerischen Ausgestaltung, etwa mit dem Mosaik-Drachen-Kriechtunnel (siehe Seite ...), dem Laubenbus oder dem ersten Schiffsbaumhaus auf einem Schulhof. Der 2. Bauabschnitt sieht ein Wasserspielgelände nach Schwabacher Beispiel vor. Die Bepflanzung ist trotz Platzmangel artenreich und bunt: 390 Wildsträucher aus 75 Arten, darunter 15 heimische Wildrosen. 2650 Wildstauden aus 110 Arten erweitern die tierische Vielfalt. Eingesät wurden Magerwiesen, Wildblumensäume und nährstoffreiche Blumenrasen. Informationenen im Internet unter: www.schulhof-abensberg.de

Das erste Schiffsbaumhaus auf einem Schulhof steht in Abensberg. Es ist eine Eigenkonstruktion, mit viel Liebe von Eltern und Lehrern gebaut. Die Schüler hangeln und rangeln - begeistert.