NaturErlebnisSchulhof Asbach-Bäumenheim

Adresse

Natur-Erlebnis-Schulhof Asbach-Bäumenheim
Josef-Durnauring 4
86663 Asbach-Bäumenheim

Tel: 0906/7059430

  • Baujahr 2002
  • Grösse 2720 m²
  • Kosten pro m² 26 Euro

Projektleitung

Erwin Rieder (Asbach-Bäumenheim), Landschaftsarchitektin Gertraud Szugat (Friedberg), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Pflanzenplanung

Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Besonderheit

Sumpf- und Wassergräben, Wasserspielgelände, Weidenlabyrinth, Kunstobjekte (Wasserschlange, Bäumertinger), Trockenmauern aus Betonstei

  • Wildstaudenarten 221
  • Blumenzwiebelarten 26
  • Sträucherarten 71

Kann man sagen,

dies sei der schönste Natur-Erlebnis-Schulhof von allen? Das wäre unfair gegenüber den anderen Projekten, die - jedes für sich - auch wunderbar sind. Dennoch gehören diese zwei Pausenhöfe zu den kreativsten, die in den letzten Jahren umgestaltet wurden. Die Grund- und Hauptschule war vorher fast völlig zugepflastert - mit edlem Naturstein. Daraus sind in zwei Aktionswochen im Frühling und Sommer 2002 echte Erlebnisräume geworden. Besondere Beachtung verdient die Sumpf- und Wasserspiel-Landschaft mit den Baumbrücken, die sich über 30 Meter durch den halben Schulhof zieht. Sprungsteine laden zum Hüpfen ein. Schön auch die Weidenbauten. Die häßlichen Betonmauern wurden teils eingerissen, teils naturnah ver- und überbaut. Für Kunstbeflissene windet sich inzwischen eine Riesen-Wasserschlange durch den Schulhof. Und an einer Kriechröhre ist - eine Sensation - einer der raren Bäumertinger aufgetaucht, die schwäbische Unterart des berüchtigten oberbayerischen Wolpertingers. Experimentell sind die Trockenmauern aus alten Betonplatten, die schon in einigen Jahren ein lebendiger Pelz aus Mauerpflanzen verkleiden wird. Auch die Bepflanzung kann sich sehen lassen: Insgesamt 4450 Wildstauden aus 221 Arten und 384 Gehölze aus 71 Arten beleben das Gelände. Erst in den Bildern des Vorher-Nachher erschliesst sich, welche gewaltigen Umbauten zu vergleichsweise geringen Kosten entstanden. Kurzum: Ein Vorbild-Projekt zum Anschauen und Geniessen. Fahren Sie mal hin...?

Westhof vorher: Eine langweilige Pflasterfläche bestimmt den Schulhof. Es gibt keine Abgrenzung zur Strasse, dafür aber einen Riesentreppe mit undefinierbaren Betonsäulen, wohl ein Kunstobjekt früherer Zeiten.
Westhof nachher: Nach nur einer Projektwoche entstand eine vielfältige Landschaft mit zahlreichen Erlebnis-Räumen. Lauffläche, Gartenrosenbeet, vertieftes Atrium... Die Strasse wird abgeschirmt durch einen Wildsträucherwall mit Wildblumensaum-Einsaat. Ein schmaler Fussweg führt herab. Nur die Feuerwehrzufahrt musste bleiben.
Vorheriger Blick nach Süden: Ein leichter Höhenunterschied und vorhandene Dachrinnen mit Regenwasser liessen die Idee eines langen Wasserspielgraben aufkommen.
Nach dem Umbau: Der Wasserspielgraben ist Realität und steht in der Gunst der Schüler ganz oben an.
Vorheriger Blick ins Eck. Dieser Platz war für Schüler langweilig und unattraktiv.
Danach: Dieser Platz wird von Schülern jetzt intensiv genutzt. Besonders spannend: Sumpfgraben und Schwengelpumpe.
Vorheriger Blick aus dem Eck: Tristesse...
Kaum zu glauben: Das ist die gleiche Perspektive!
Noch so ein öder Platz: Drei Bäume, Pflaster und Graswüste.
So wird es lebendig und schön: Weidenjurte und Wildsträucher-Labyrinth.
Nahezu unbemerkt von der Weltpresse hat sich in der zweiten Projektwoche eine 17 m lange Wasserschlange an den Wasserspielgraben geschlichen. Sie tarnt sich noch in Betongrau, wird sich aber wohl bald in ihrer wahren bunten Gefährlichkeit zeigen. Dass
Die Sprungsteine im Wasserspielgraben sind der Hit der Schüler. Wer traut sich was? Die Wasserschlange am Rand rührte sich bislang gottseidank nicht.
Ein häßlicher Bau wird mit wenig Geld zum Kletterparadies für die Schüler. Glück auf.
Im westlichen Schulhof entstanden die Trockenmauern der beiden Burgberge aus alten Betonplatten, die vorher die Flächen versiegelt hatten. Sie wurden mit Abstandshaltern so verlegt, dass dazwischen noch Mauerpflanzen gedeihen können. Oberhalb auf K
Ein Bild wie aus dem Paradies und unglaublich und trotzdem wahr: Genau 11 Wochen nach der Einsaat ist der artenreiche Saum für Schmetterlinge und Wildbienen prachtvoll erblüht. Dem nicht genug: Er wird noch viel schöner die kommenden Jahre.
Nicht zuviel versprochen: Ein Jahr später zeigt sich der Saum völlig anders, doch nicht weniger schön. Die Einjährigen wurden durch ausdauernde Wildblumen abgelöst, hier die Nachtviole.
Der Hügel mit naturnahen Alten Gartenrosen, Kleinsträuchern und Blumen ist ein Traum. Kann das noch ein Schulhof sein?
Verweile doch, Du bist so schön! Aus Blauem Lein und Echtem Salbei spitzt die Hebe´s-Lip-Weinrose hervor - ungefüllt mit sanftem rosa Hauch an den Blütenblättern. Wollten wir je mehr?
Und kein Blühen hat ein Ende. Wobei jede Pflanzung und Ansaat ihre Zeit braucht. Diese Duftpflanzenbeet bringt seine innewohnende Schönheit erst im 3.Jahr nach außen.
"Der beste Schulhof ist einer, der nie fertig wird", prägte Mitbuchautor Manfred Pappler. Diese Schule hat das im Kern verstanden. Ein kunterbuntes Hühnervolk bewohnt plötzlich das Thymianbeet. Holz-Kunst im Schulhof.