Schulhof Schwabach

Adresse

Natur-Erlebnis-Schulhof Schwabach des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ)

Ansbacher Str. 11,
91126 Schwabach
Tel. 0 91 22 / 8 35 10
Fax 09122/835131

  • Baujahr 1996/1997
  • Grösse 3000 m²
  • Kosten pro m² 34 Euro

Projektleitung

Klaus Hübner (Hilpoltstein), Dipl. Ing. Marcel Kalberer (Herdwangen), Heinz Krautwurst (Schwabach), Urs Kuhn (CH-Wohlen), Manfred Pappler (Gunzenhausen), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Pflanzenplanung

Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Besonderheit

Wasserspielgelände, Kunstobjekte

  • Wildstaudenarten 113
  • Blumenzwiebelarten 23
  • Sträucher und Baumarten 64

Schwabach ist eine mittelgrosse Stadt im Südwesten Nürnbergs mit knapp 40000 Einwohnern. Das Sonderpädagogische Förderzentrum liegt am Stadtrand, im ehemaligen Miltärbereich der US-Armee. Nach Abzug der Truppe baute die Stadt die Kasernen zur Schule um. Der Panzerparkplatz wurde 1996/97 entsiegelt und in ein naturnahes Schulgelände umgewandelt. Erstmalig war hier die komplette konsequent naturnahe Begrünung eines ganzen Schulgeländes auf insgesamt 3.000 m² möglich. Die Arbeiten wurden von den 320 Schülern aus 24 Klassen, ihren Lehrern und 25 Fortbildungsteilnehmern aus ganz Bayern in zwei Projektwochen durchgeführt. Nur so war es möglich, allein im ersten Bauabschnitt rund 200 to Kalknaturstein zu verbauen. Die Kosten für den naturnahen Teil beliefen sich auf 36.000 Euro, für den konventionellen Teil wurden 66000 Euro verbaut, so daß die Gesamtsumme bei 102000 Euro lag. Zum ersten Mal entstand in Deutschland nach Schweizer Vorbild auch ein Wasserspielgelände. Ein aus Lehm modellierter flacher Hügel weist in der Mitte einen Bachlauf auf, der von den Kindern spielerisch verändert werden kann. Das Wasser wird mit einer Schwengelpumpe aus einer 30.000-Liter-Zisterne gepumpt. Es stammt von den Gebäudedächern. Wasserspielgelände und der nebenliegende Lehrerparkplatz sind von artenreichen Wildsträucherhecken und Bäumen umgeben. Das eigentliche Kennzeichen des Schulhofes aber ist der Burgberg. Er überragt mit vier Metern das ganze Gelände. Verschiedene Wege führen an Magerwiesen vorbei auf die zinnenartige Spitze aus Kalksteinen. In den Hügel integriert ist eine große Arena für Unterricht im Freien. Die Baumburg gegenüber bietet einen höher gelegenen Ort zur Kommunikation. Von da aus geht es über handwerklich perfekt gebaute Trockenmauern und Treppen in den Werkhof hinunter. Hier findet Freilandunterricht statt, bei dem die Schüler nicht nur auf blütenreiche Wildblumenbeete, sondern auch auf eine wärmeliebende Wildsträucherhecke mit buntem Saum blicken. Ein liebevoll angelegter und gepflegter Kräuter- und Gemüsegarten mit Obstspalier lädt an der Südfassade zum Kosten ein. Die schattige Nordseite wurde hingegen mit Zwiebeln, Wildstauden und Sträuchern des Waldbereiches bepflanzt. Bemerkenswert in Schwabach sind die Kunstobjekte und -projekte, die immer wieder neu ermuntern, sich mit dem Gelände zu beschäftigen: Turmfalkenbrunnen, Flatterlabyrinth, Baumgeister oder Lehmbackofen.

Kindergarten Schwabach

Natur-Erlebnis-Kindergarten Schwabach der schulvorbereitenden Einheit (SVE)

Ansbacher Str. 11
91126 Schwabach
Tel. 0 91 22 / 835136 (Frau Kainz)
Fax 09122/835131

  • Baujahr 2000
  • Grösse 2200 m²
  • Kosten pro m² 34 Euro
  • Projektleitung: Frau Kainz (Schwabach), Manfred Pappler (Gunzenhausen), Klaus Hübner (Hilpoltstein), Heinz Krautwurst (Schwabach), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)
  • Pflanzenplanung: Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)
  • Besonderheit: Sand-Matschgelände, Höhle, Kletterwand aus Naturfelsen
  • Wildstaudenarten 136
  • Blumenzwiebelarten 13
  • Sträucher und Baumarten 50
  • Alte Gartenrosen 18

Angrenzend an den Natur-Erlebnis-Schulhof liegt der Kindergarten. In dieser schulvorbereitenden Einheit leben 60 Kinder mit Verhaltens- oder Sprachstörungen in sechs Gruppen. In zwei Projektwochen mit 40 Fortbildungsteilnehmern aus ganz Deutschland und den Lehrern und Schülern des Sonderpädagogischen Förderzentrums wurde das Gelände rund um den Neubau gestaltet. Den Eingangsbereich betont eine bunt bepflanzte Felsenkletterwand aus Natursteinbrocken, die zum Rutschenhügel hochleitet. Hier können die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten entwickeln. Eine Magerwiese mit attraktiven Solitärgehölzen wie dem Schmetterlingsflieder und dem Wilden Pfeifenstrauch grenzen den Rutschenhügel ab, dessen Höhe durch eine lange Trockenmauer abgefangen wird. Jetzt befindet man sich im Gemüse- und Obsteck, wo in für Kinder gut zugänglichen Hochbeeten allerlei Beeren- und Obstarten geboten werden. Wer mag, kann über eine auf- und absteigende Hügelkette wandern, mit Wildblumensaum und dornenlosen heimischen Spielgebüschen. Wildblumen-Trockenbeete verschönern die Ausgänge auf der Gebäudesüdseite. Duftpflanzenbeete laden zum Schnuppern ein. Hier finden sich auch Schaukel mit Sandspielzone und das beliebte Trampolin mit Blumen-Kräuerrasen als Fallschutz. Eine sonnige Kleingehölzhecke leitet weiter zur Löwenhöhle. Zwei Kriechtunnel münden in einen gemauerten Erdkeller, der mit magerem Erdreich überdeckt und Trockenmauern abgesichert ist. Einer der Eingänge bildet ein Löwen-Maul, mit Mosaiksplittern verziert. Eine in die Hügel gebaute Freiluftarena lädt zu Rollenspielen und Vorführungen ein. Daneben ist viel Platz für das Sand-Matschgelände. Aus einem mit Flußkieseln verziertem Becken können die Kinder über eine archimedische Spirale Wasser in ausgehöhlte Robinienholz-Rinnen leiten. Das geförderte Wasser fließt dann in einen Sand-Spielbereich. Die Nordseite des Gebäudes zeigt artenreiche schattentolerante Kleingehölzhecken und Wildpflanzenbeete des Schattens. Die SVE ist mit 550 Gehölzen und 2650 Wildstauden, Gräsern und Farnen sicher eine ungewöhnlich artenreiche und vielfältige Anlage.

Und wie es wurde, was es ist

Ein Wasserspielgelände gibt es im Schulhof wie im Kindergarten. Es ist der Hit der Kinder. Regenwasser wird hier aus einer Zisterne über eine Schwengelpumpe per Hand gefördert. Trotz intensivster Bespielung in den Pausen zeigt das Wasserspielgelände noch bildschöne Natur. Die Wildblumensaum-Einsaat auf magerem Boden hat sich hervorragend entwickelt.
Im 15. Jahr (!) sieht der Schulhof immer noch Klasse aus! Der Eingang in die Arena mit Strauchkronwicke.
Daneben steht der Goldfisch, von den Schülern mit echtem Blattgold verziert, und von Mädels geschweißt!
Der Burgberg ist der Zauberberg Dornröschens. Märchenhafte Wildrosen erheben sich über des Schülers Alltags Pein.
Typisch Mittelfranken: Besenginster und Kriechrose in Bestform.
Sogar der Parkplatz ist Natur pur: Gartenrosen von den Besten welche....