NaturErlebnisSchulhof und Spielplatz Irschenberg

Adresse

Natur-Erlebnis-Schulhof und Natur-Erlebnis-Spielplatz Irschenberg
Miesbacherstr. 24-26
83737 Irschenberg (im Caritas-Kinderdorf)

Tel. 08062/1751
www.foerderzentrum-irschenberg.de

  • Baujahr 2005
  • Grösse 2000 m²
  • Kosten pro m² 20 Euro

Projektleitung

Fritz Waldemer, Thomas Wimmer (Irschenberg), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Pflanzenplanung

Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)

Besonderheit

Wasserspielgelände, Burgberge, Baumhaus, Naturte

  • Wildstaudenarten 50
  • Sträucher und Baumarten 47
  • Alte Gartenrosen 10

Ein privates Sonderpädagogisches Förderzentrum mit einem

agilen Rektor und einem engagiertem Lehrerteam. Dazu ein Caritas-Kinderdorf mit naturpädagogisch aufgeschlosser Leitung, so dass eine gleichzeitige Nutzung und Finanzierung des Geländes von Schule und Kinderdorf möglich wird. Hervorragende Vorausetzungen für einen guten Start. In gerade mal 4 Modellierungs- und 6 Projekttagen wurden diese 2000 m² ganz nach den Wünschen der Schüler umgebaut. Dazu waren ausgediente Klettergeräte und Sitzgelegenheiten zu entfernen und das fantastische Potential des Geländes positiv aufzunehmen. Der bestehende öde Betonteich wurde zum lebendigen, nutzbaren Naturteich. Hinzu kamen viele schöne, den Kindern wichtige Dinge wie großer Regenwasserbachlauf mit Insel und Brücken, kleines Wasserspielgelände, Weidendorf, ein Baumhaus zwischen drei Lärchenstämmen, Burgberge mit gemauerten Zinnen und Felsenklettermauer, Duftpflanzenbeete, Kunstobjekte und vieles mehr. Mithin: ein ausgefeiltes und erfolgreiches Projekt mit einer begeisternden Resonanz.

Ein Blick oder Sprung über den probeweise frisch eingefüllten Regenwasser-Bachlauf mit Insel, Hüpfsteinen, Findlingen, Balanzierstämmen und natürlich jeder Menge Wildpflanzen. Er zeigt, was man aus einer langweiligen, matschigen und deshalb meist unbenutzbaren Pausenhof-Rasenfläche machen kann.
Halte sich, wer kann. Das im Dreieck zwischen drei Lärchenstämmen errichtete Baumhaus ist schon so eine Sache. Jeder findet hier seinen Weg und Fähigkeiten. Entweder über die Steigstämme oder hoch übers Kletterseil. Das Haus am Baum ist der Pausenhit. Klettern Sie mal mit?
Historische Burgmauern locken zum Spiel, Versteck, zum unerwartetem Überraschungsangriff wie zu aufopfernder Verteidigung. Ohne passende gebaute Kulisse keine Rollenspiele, seien sie aus Mittelerde oder dem Mittelalter. Alles umgeben von echtem Wildwuchs.
Spielerische Kulisse hin oder her (hier die Rückseite). Auch die beste Räuber- und Ritterburg muss nicht häßlich aussehen. Bedenken wir dies, pflanzend und säend Ringelblume, Natternkopf und andere wilde Blümlein.
Sprachen wir gerade von Blumen? Damit meinen wir immer auch Tiere, die dadurch angelockt werden. Hier hat sich justament eine Katze ins Duftpflanzenbeet mit den Salbeis verirrt. Wer hilft ihr wieder raus? Anscheinend schafft sie es nicht von alleine, denn sie steht schon Monate so denkbar unmotiviert herum.
Wasser ist das vielleicht kreativste Element aller. Das spüren Kinder und fühlen sich unwiderstehlich hingezogen. Für die kleineren Förderkinder wurde ein Extra-Pausenhof gebaut. Mit Burghügel, Weidendorf und Wasserfalltreppe.

Einer der Sponsoren des Projektes war die Familie Sachs. Der Sohn Alexander Sachs, seiner Zeit selber Besucher der Förderschule, hat dieses kunterbunte Vielfachwesen am Ufer des Sylvensteinspeichers gefunden und bemalt. Das Kunstwerk ist so natürlich kreativ wie der ausgewaschene Wurzelstock, aus dem es besteht.

 

Das zweite Jahr

Der absolute Höhepunkt des Pausenlebens vieler Schüler ist das Baumhaus mit der Plattform, den Steigstämmen und den vielen Hangelseilen. Eine Riesengaudi. Auch die Felsenkletterwand im Hintergrund ist ständig bespielt.

Das kahle Wasserspielgelände vom Vorjahr ist inzwischen ergrünt und trotz eifriger Benutzung ein schönes, echtes Stück Natur geworden. Hier erreichen die Schüler immer ihr Klasenziel: Freude an der Bewegung, motorisches Geschick, sich-einmal-so-richtig-austoben-können und Dampf ablassen.