Bio plus Natur

Die Vorarbeit der Schweizer Naturgärtner Winkler und Richard ist sehenswert, hier die Wildblumenansaat hinter der Holzmauer.

 

Projektkoordination

Ulli Portenlänger

Geschäftsführer

Planung und Projektleitung

Dr. Reinhard Witt

Adresse

Alter Wirt GmbH
Marktplatz 1
82031 Grünwald
www.alterwirt.de

Baujahr 2011
Größe 650 m²
528 gepflanzte Stauden in 45 Arten
5 gesäte Staudenarten
1 gesäter Wildblumensaum 

21 Gehölze in 10 Arten
15 naturnahe Rosen
4405 Zwiebeln in 49 Arten

Eigentlich ergibt es sich natürlicherweise: Bio und Natur. Biologisch essen, wohnen und - passend dazu ein natürliches Umfeld. So auch in diesem Falle. Der Alte Wirt von Grünwald, prominent inmitten des Ortes gelegen, wurde bereits 2008 von der Schweizer Naturgartenbaufirma Winkler & Richard AG in einem ersten Schritt umgestaltet. Vor dem Parkplatz entstand eine Holzmauer mit einem artenreichen Wildblumenstreifen auf magerem Boden. Aberdutzende wärmeliebende Stauden und Hunderte Zwiebelblumen sowie einige Rosen erblühten vom Vorfrühling bis in den Spätsommer. Auch einige Heckengehölze wurden so heimisch. Der zweite Umgestaltungsschritt des Parkplatzes und des dahinterliegenden Obstgartens erfolgte dann durch Reinhard Witt ab Herbst 2011. Weitere vorhandene exotische Pflanzungen von Stauden und Gehölzen wurden durch heimische ersetzt, manche auch nur durch neue, jetzt passende Arten optimiert.  Denn gerade bei alten eingewachsenen Anlagen ergeben sich viele neue Perspektiven für schattenblühende Stauden und vor allem Zwiebeln und Knollen. So wurden im Herbst 2011 über 500 Wildstauden neu gepflanzt und verschiedene Einsaaten gemacht. Und vor allem gab es Zwiebeln zu stecken: Genau 4405 Stück bereichern nun das Gelände an allen Ecken und Enden. Das hat auch Vorzüge für die Gäste. Wir bekommen im Restaurant bald eigenen Bärlauch aus dem Garten. Und das Auge schwelgt in Dutzenden Arten quer über alle Gartenstandorte. Die sensible, moderate Umgestaltung fand schon vielfache Aufmerksamkeit der Besucher und freut Besitzer und Mitarbeiter. Die Umgestaltung ist die erste biozertifizierte Gewerbeanlage Deutschlands.  

 

 

 

Die Optimierung beginnt sich auszuzahlen

Gute Vorarbeit durch die Winkler/Richard AG aus der Schweiz. Und jetzt geht es um das Feine. Und vor allem um die Pflege: Wie lernen wir die Schätze kennen und wie halten wir sie? Wie vermehren wir beginnende, werdende Schönheit? Was ließe sich optimieren...?

So was kann man nicht machen. Jedenfalls nicht so schnell. Diese Elfenkrokuswiese war schon da: Ansporn zu kühnen Zwiebeleien.
Na ja, fürs Erste: So schlecht nicht. Die neu gesteckten Krokusse, Blausterne und Co. entfalten ihre Pracht.
Allmählich machen sich die buntblumigen Ergänzungen und Zusatzeinsaaten vor der Holzmauer bemerkbar.
Besondere Beachtung rufen langblühende naturnahe Rosen hervor.

Alles wird gut und besser

Die Jahre drauf zeigen: Die sanfte Umgestaltung kombiniert mit fachgerechter Pflege funktioniert. Artenvielfalt und Schönheit wachsen. Begeisterte Besucher lieben den Alten Wirt gerade deswegen, Natur als Publikumsmagnet.

Die gute Pflege bringt Höhepunkte am Straßenrand. Da bleiben manche Fußgänger verwirrt bzw. verwundert stehen: Was ist denn das?
Naturnahe, langblühende Gartenrosen laden ein: Komm herein!
Vorher wuchs hier fast nichts! Aber jetzt!