Biohotel Hohenbercha

Natur-Erlebnis-Garten Hohenbercha, Gast- und Tafernwirtschaft Andreas Hörger, 85402 Hohenbercha 38. Tel: 08166/990980. info(at)hoerger-biohotel.de  www.hoerger-biohotel.de

  • Baujahr 2006 
  • Grösse 2200 m²
  • Planung: Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)
  • Projektleitung: Andreas und Martina Hörger (Hohenbercha), Oliver Krach (Kreuzlingen), Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen) 
  • Projektmitarbeit: Christopher Herhausen, Thomas Pecher, Mark Röder
  • Pflanzenplanung: Dr. Reinhard Witt (Ottenhofen)
  • Besonderheit: Bachlauf mit fließendem Grundwasser, Duftgarten am Wasser, Sitzgarten mit Holzdeck am Wasser, hohe und lange Trockenmauern, Rosen- und Duftpflanzenbeete, artenreiche Bepflanzungen und Einsaaten. 
  • Wildstaudenarten 150
  • Blumenzwiebelarten 75 
  • Sträucher und Baumarten 61
  • Naturnahe Gartenrosen 19

Hotel im Apfelgarten ist der passende Name für diesen wunderbaren Neubau eines Bettenhauses der Traditionswirtschaft Hörger in Hohenbercha. Der berühmte Apfelpfarrer Korbinian (eine wohlschmeckende alte gleichnamigen Apfelsorte trägt ihm zu Ehren seinen Namen) stammte aus Hohenbercha. Folglich ein Ort und Name mit Tradition. Tradition zu erhalten und gleichzeitig Neues zu wagen, das ist die die Filosofie von Martina und Andreas Hörger, den Wirtsleuten. Das neue 32-Betten-Haus sollte sich in den Gesamtrahmen des historischen Gebäudeensembles einfügen, aber auch etwas ganz und gar Neues wagen. Die beiden konnten nicht anders: Es durfte nur ein Biohotel werden. Es wurde außergewöhnlich. Diesen gelungene Spagat zwischen einerseits Althergebrachtem und andererseit Neuentwickeltem sollte sich auch im Garten niederschlagen. Eine große Herausforderung für den Planer, für das es eigentlich nur eine einzige, gute Antwort gibt: Der Vielfalt und Wertschöpfung heimischer Küche und Köche setzen wir die Vielfalt und Wertschöpfung heimischer Pflanzen gegenüber mit einem Schwerpunkt auf Arten, die in irgendeiner Weise nützlich für Mund und Sinne sein mögen. So sollten und möchten die Gäste am liebsten von der Terrasse aus jene Wildpflanzen sehen, die ihnen auf dem Teller das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Und darüber hinaus und gleichzeitig sollten sie schwelgen können in einer Reihe von Düften, Bildern und Gedanken, die oft so exotisch anmuten, dass kaum einer sie für heimisch hielte. Selbstverständlich dient die naturnahe Außenanlage mit Wasserlauf, Duftpflanzen- und Rosenbeeten oder dem Holzdeck am Naturteich auch der Rekreation der Hotelbucher. Mit dem Begriff essbare Landschaften in Form eines Naturgartens vor der Küche gehen wir weit über den erneuerten Bestand an alten Apfelbäumen hinweg. Herausgekommen ist eine einmalige Anlage, mühevoll nach alter Handwerkskunst gebaut und gleichzeitig versehen mit ausgesuchter Flora aus dem Wildpflanzenreich.

Gehen Sie das selbst entdecken. Denn obwohl die Anlage erst 2006 gebaut wurde, beginnt sie schon jetzt Reiz und Glanz eines wunderbar werdenden Naturgartens im öffentlichen Grün auszustrahlen. Und noch eines: Bringen Sie bitte ihre Kinder nicht mit! Sonst könnte folgendes passieren: Auf dem schon 2003 eigens für den Nachwuchs erbauten Natur-Erlebnis-Spielplatz werden sie so viel Spaß finden, dass sie plötzlich gar keinen Hunger mehr haben und sofort raus zum Spielen wollen. Das allerdings hätte den Vorteil, dass die Eltern endlich einmal in Ruhe essen können. Müssen wir Ihnen nach all dem noch verraten, dass die Küche mehr als ausgezeichnet ist... Schließlich gehört man nicht umsonst zu Slow-Food-Bewegung, verwendet biologisch zertifizierte Ware und serviert speziell Spezialitäten aus der Region. Und buchen Sie am besten nie ein Zimmer im neuen Haus, denn es könnte sein, dass Sie sich in diese feine, edle und trotzdem auf dem Boden gebliebene Architektur verlieben und wieder kommen möchten. Hohenbercha ist eine inzwischen vielgebuchte und besuchte Tagungsstätte für Events aller Art und wohl nicht lange mehr ein Geheimtipp.

Beginnen wir da, wo der Anfang war, in einer ziemlichen Wildnis. Unland. Ungenutzt, unschön, unpraktisch. Dass hier einmal eine naturnahe Außenanlage hin soll, braucht Vorstellungskraft.
Schon besser: Das Gelände wurde modelliert und die Detailarbeiten sind im Gange. Im Vordergrund Kalksteine zum Trockenmauerbau.
Im Sommer ist es fast fertig: Bachlauf mit Naturteich und Sitzgarten am Wasser, rechts vorne ein Duftpflanzenbeet und der Abgang von der Terrasse.
Im Herbst 2006 fehlten nur noch die Zwiebeln. Auf dem Erdbeerbeet liegen 6750 Stück aus 75 Arten. Ist es Freude oder Belastung, sie in den Boden zu bringen? Eine freudige Belastung...
Schon im Baujahr erleben wir die ersten Blüten. Doch die Optik ist eher verhalten, die Ansaaten und Pflanzungen brauchen noch ein Jahr!
Rechts die zukünftige Wildfruchthecke. Freuen Sie sich auf gebackene Hollerblüten, Kornelkirschenmus, Berberitzenpudding, Vogelbeerengelee... Als Unterpflanzung Gräser, Farne, Waldvergißmeinnicht und als besonderes Schmankerl: Riesenapfelminze als Nachtischdeko. Hmmh!
Links der Blick auf den Sitzgarten am Wasser mit den hohen Trockenmauern und den Rosenbeeten. Wie gesagt, alles noch jungfräulich frisch, aber schon ein Jahr später es wird traumhaft blühen.

Das erste Jahr

Der Überblick von der Wildfruchthecke über Sitzplatz und Teich zum Biohotel zeigt beginnende Schönheit. Im Vordergrund duftende Nachtviolen. Nicht schlecht fürs 1. Jahr.
Die Obstwiese blüht wunderbar. Gästekinder nutzen sie zum Blumenpflücken. Und das macht den Blumen gar nichts, denn es hat unendlich viele davon. Die naturnahe Außenanlge bringt Profit. Denn in einem solchen Blumenambiente wollen alle feiern und Erinnerungsbilder machen.
Auch die restlichen Blumenwiesen und Beete entwickeln sich allmählich. Schon hübsch anzuschauen.
Sogar die Parkstreifen werden zur Augenweide. Hier parkt doch jeder gerne.

Das zweite Jahr

Bleibende Schönheit: Hotelgäste sind immer wieder angetan von den vielen verschiedenen Lebensräumen, die sich bei einem Gang durch den Natur-Erlebnis-Garten zeigen. Inzwischen ist die Anlage schon gut eingewachsen.
Die Blumenwiese im Mai ist den Blick aus den Hotelzimmern wert. Ganz wie früher...beim Bauern auf dem Dorf. Aber nichts ist natürlich, das ist menschengemacht.
Wo anderenorts (bl)öde Schurrasenflächen den Blick stoppen, fängt er bei der Parkplatzböschung erst an zu schweifen. Natur tut gut.

Das vierte Jahr

Es sollte schlechter nicht werden, eher besser, ästhetischer, eingewachsener, harmonischer. Urteilen Sie selbst anhand der Bilder...

Nicht schlecht für Vegetation im 4. Lenz. Prächtiger Wuchs rund um den Teich.
Blutweiderich in größter Güte.
Gelbe Skabiosen und vieles schönes mehr im Rosenbeet.
Ein Fleck mit Ackerwachtelweizen zieht Aufmerksamkeit auf sich.
Unglaublicher Hochstaudensaum mit Blauen Kugeldisteln.
Noch ein Wildblumensaum, aber filigraner mit Wimperperlgras und Muskatellersalbei.
Dornige Hauhechel als Parkplatzwächter.
Wolldistel und Karden bewachen den anderen Parkplatzrand.
Lichtnelken, ein Lichtblick auf der blumenwiesigen Ostseite.

Das fünfte Jahr

Der naturnahe Grünplaner ist zufrieden, Wirtsleute und Besucher auch. Schauen Sie mal...

Der Blick von der Wirtshausterrasse ist nicht schlechter geworden. Strukturen und Blumen.
Auch die Blumenwiese an der Straße erfreut unser Herz. Vielfältigst.
Unten an Teich und Bachlauf herrscht Blutweiderich. Er herrscht wirklich. Imposant.
Parkplätze sind nicht eingegrünt, sondern eingebuntet bzw. eingeblumt.
Parken im Bunten kann doch so schön sein, finden Sie nicht auch?

Das sechste Jahr

Alles im grünen, vielmehr bunten Bereich. Vorbildlich....

Der Bachlauf im Frühling. Alles so schön frisch hier.
Wildblumensaum als Blickfang im Mai am Parkplatz.
Auch die Verkehrstreifen zwischen den Autos sind lebendig.
Natternkopf hat spontan da Fuß gefasst, wo kein Fuß hin geht.

Das achte Jahr

Hinfahren lohnt noch immer, auch wegen der Biodiversität mit heimischen Pflanzen und Lebensräumen...

Der Wildblumensaum am Parkplatzrand - ein Traum.
Ja, so könnte Deutschland parken. Tut es leider (noch) nicht.
Die magere Wildblumenwiese am Straßenrand - noch mehr Naturerlebnis geht nicht.
Schon mal so einen stabilen, wärmeliebenden Saum gesehen, nahezu pflegefrei?

Der Natur Erlebnis Garten bei Nacht

Für den Garten wurde ein besonderes Lichtdesign entwickelt, das ab den Abendstunden das Gelände sanft beleuchtet, harmonisch Strukturen hervorhebt, Pflanzen betont.
Das macht ein Abendessen und den Blick aus dem Fenster zum unvergesslichen Erlebnis.
Wandeln Sie mit uns ein kleines Stück?