Naturnah parken

Klein und schmal, meist höchstens einen Meter breit. Und doch blumenbunt sind die Parkstreifen. Konventionellerweise wären das hässliche vertrocknete Rasenflächen.
Schon zwei Jahre später sieht man, wie wohl sich die wärmeliebende Kleinsträucher wie Färberginster und trockenheitsverträglicher Steppensalbei im meditteranen Rhein-Main-Klima fühlen.
Noch mal zwei Jahre später: Ein Bild wie im Traum. Salbei pur.
Heidenelke, Schwarzer Geißklee, Thymian und Co wetteifern um Besuchergunst. Ein gelungenes Ensemble.
Sensationeller Fund: Die hochgradig gefährderte Glockenblumen-Sandbiene lebt auf den Parkstreifen. Sie braucht nicht viel Platz, sondern als Futterspezialist Glockenblumenpollen, nichts anderes. Jeder Quadratmeter zählt.

Projektkoordination

Dr. Reinhard Witt

Planung

Dr. Reinhard Witt, Ottenhofen

 

Baujahr: 2009
126 m² Naturgarten-Blütensteppe
45 Kleingehölze
459 Stauden
1760 Zwiebeln
2000 frühlingsblühende Zwiebeln und Knollen

Kosten: € 30/m²

Parkplätze mal anders. Die Stadtwerke Rüsselsheim beschlossen, ihre Randstreifen naturnah zu machen. Geplant wurden zwei heimische Staudenmischpflanzungen, die Naturgarten-Blütensteppe blau-weiß-gelb und die rot-weiße. Ausgeführt hat das Werner Muster. Mustergültig, wie man heute sieht.  

Auf diesen Flächen fanden wir bei den Regionaltagen Naturnahes Öffentliches Grün des Naturgarten e.V.  2014 und 2015  seltene, gefährdete Wildbienenspezialisten, u.a. Resedenmaskenbienen und Glockenblumen-Sandbienen. Das ist sensationell und beweist den hohen ökologischen Wert auch kleinster Flächen. Jeder Quadratmeter zählt.