Trittsteine für Mauereidechsen und Wildbienen

Vorher: Außengelände wie überall. Rasenflächen, einige wenige exotische Büsche. Null Lebensraum. Das werden wir ändern.

Projektkoordination

Roman Bonatti, Silvia Walch, Wilfried Ammann, A - Rankweil

Planung und Durchführung

Gesamtkonzept und Beflanzung: Dr. Reinhard Witt, D - Ottenhofen

Praktische Umsetzung: Bauhof Rankweil und Lukas Pfleger Gartenbau

Praktikanten

vorwiegend vom Naturgarten-Profikurs IV und V: Wilfried Ammann, A - Rankweil;  Ute Geyer, D- Bayreuth, Martin Hotz, A - Bregenz; Merlin Witt, D - München, Anne Buchacker-Winter, B Tongeren-Mal, Paulina Dabrowska, L -Wiltz

Adresse und Ansprechpartner

Volksbank Vorarlberg, Ringstraße 27,  A - 6830 Rankweil
Ansprechpartner Roman Bonatti

24 m² Trockenstandorte
115 m²  nährstoffreiche Blumenwiese
209 m² magere Blumenwiesen
70 m² Wildblumensäume

Biodiversität mitten im Ort

In der Vorarlberger Modellgemeinde Rankweil hat ein Radiobeitrag über das naturnahe Betriebsgebiet zu diesem Miniprojekt der Volksbank Vorarlberg geführt. 420 m² Trockenstandorte und Blumenwiesen statt Hausmeistergras. Mit besonderem Schwerpunkt auf, genau: Schotterstreifen entlang der Hauswände. Quasi ein Schotterstreifen-Optimierungsprojekt. Zugunsten, ja zugunsten von, was uns aber kein Mensch glauben wird: Mauereidechsen. Die kommen tatsächlich bereits im mitten im Ort und sogar im Außengelände vor und mussten sich bislang unter einigen  Latschen verstecken. Das geht ab sofort besser. Dank an die Volksbank, an die mit Material und Maschinen unterstützende Marktgemeinde, an alle Helfer, speziell von Mauer(eidechsen)seite. Ein überschaubares, kleines, schnelles Projekt von März 2016. Auch den in Rankweil auf den angelegten naturnahen Flächen bereits kartierten Wildbienen tut dieser weitere Trittstein im Ort gut. Bodenbrüter haben nun endlich genügends Sandflächen. Und blühen wird es ja auch bald. Für die, die 15 Minuten Zeit haben, hier noch mal der Radiobeitrag vom Rankweiler Bürgermister Martin Summer und Reinhard Witt aus dem jahr 2014.

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Optimierung für Wildbienen und Mauereidechsen

Wo gerade noch öde Schotterstreifen entlang der Hauswände herschten, entsteht nun neuer Lebensraum. Manchmal ist es ganz einfach, etwas für die Natur zu tun. Mauereidechsen und Wildbienen können kommen.

Die Schotterstreifen werden eidechsengerecht hergerichtet. Die Rasenflächen daneben wurden abgebaggert und lassen eine Hügellandschaft entstehen.
Und so sieht das dann fertig aus. Natürlich fehlen hier noch die Zwischenschritte und die Erklärung des Wie, Was und Warum. Die finden sich in der Neuauflage des Naturgartenbaubuches, das gerade im Layout ist. Bestellen kann man es aber schon mal.
Ökologie life: Wildstauden als Nahrungspflanzen für Wildbienen und Wildbienen als Futtertiere für Mauereidechsen. Mitarbeiterinnen der Volksbank bepflanzen den 24 m² großen Trockenstandort. Vorne rechts Initiatorin Silvia Walch.
Derweil verpasst Roman Bonatti den sehr attraktiven Wildbienen-Nisthäusern schon mal einen schwereren Fuß. Schließlich sollen sie keine Füße bekommen. Zu schön zum Mitnehmen.
Die Naturgartenprofis waren sehr fleißig. Die Magerwiesen-Hügellandschaft ist fast fertig. Auch der eingebettete Trockenmauersitzplatz ist gebaut.
Die Verwandlung der Rasenflächen in Blumenwiesen ist ebenfalls geschafft. Es darf gewässert werden. Ganz rechts sieht man noch eidechsengerecht umgebaute ehemalige Schotterstreifen.

Mehr Natur & Wirtschaft?


Natur & Wirtschaft? Es bewegt sich gerade sehr viel. Beginn einer Symbiose zwischen Industrie und Natur. Für mehr Projekte auf das Foto klicken. Doch vorher gucken: Ein Schwalbenschwanz im Umspannwerk Bürs der Vorarlberger Illwerke. Wer hat das schon?